Am 1. April schien die Sonne und die ersten BSVer zeigten sich in Bermudas und T-Shirt.

Leider hatte der Wetterbericht Recht, der für Sonnabend sehr schwachen Wind vorhergesagt hatte. Nur selten kräuselte sich das Wasser. Von einer Drohne wurden Luftaufnahmen von der BSV und den aufgetakelten Booten gemacht.

Zur Flaggenhissung mochte die BSV-Flagge trotz dreifachem „Gode Wind-Hurra“ und Sakuska nicht auswehen. Folgerichtig ordnete Sportwart und Wettfahrtleiter Ole Startverschiebung und schließlich Abbruch an. So war Zeit nach der ausgefallenen Phase der Stromversorgung zu suchen, was aber heute noch zu keinem Erfolg führte.

Da das vorgesehene Racletteessen ohne Strom nicht möglich war, wurde BSV-typisch erfolgreich improvisiert und zum Abend mit vielen Helfern ein neues Menu auf dem Gasherd, dem Ofen und der riesigen Pfanne mit Gemüse, Fleisch und Raclettekäse gezaubert, das allen vorzüglich bei stimmungsvollem Kerzenschein schmeckte.

Weiterlesen: Ansegeln der BSV Hamburg auf der Dove –Elbe am 1. und 2. April 2017

Bericht von Dirk Frehse dummerweise Nr.5. in der Yardtstick -Bewertung

Soooo

nicht so einfach das alles mit wenigen Worten zu berichten.

Fangen wir mal einfach mit dem Wetter an:
Lauftemperatur 22 -26°C und das war aber auch schon das Beste vom Wetter. Leider am Samstag leichte Schauer und 27 Segler mit 17 Booten warteten auf Wind.

Als Ersatzprogramm wurden die Optis  mit  Patel raus geholt und ein Dreieckskurs im Hafenbecken ausgelegt.

Naja vielmehr muss man dazu nicht sagen nachdem alle Teilnehmer nun auch gebadet und viel gelacht hatten wurden die ersten Vorbereitungen zum WHITE DINNER getroffen.

Das Wetter hatte zum richtigen Zeitpunkt auch ein Einsehen nachdem der letzte Schauer abgezogen war blieb es trocken.

Sonst wäre es auch schwierig geworden die gefühlte 30 m Meter lange fulminante Tafel für sechzig Segler und Gäste aufzubauen.

Ja so eine Tafel aufzubauen ist nicht besonders schwierig und mit einer todo- Liste schnell abgearbeitet.

Aber es zu schaffen die Sechzig weiß gekleideten  Personen innerhalb weniger Minuten alle mit gefüllten Tellern mit gegrillten Fleisch und Wurst sowie leckeren Salaten zu versorgen dazu gehört schon etwas mehr.

„Respekt“ und wahrscheinlich nicht zu übertreffen.

Zu den Tollen Essen neben bunt beleuchteten Bäumen und Fackelschalen wurde ab und zu zum Schrecken der Schifffahrt noch mit dem Megablaster 5 m hohe Feuerbälle in die Luft geblasen.

Dass es im Anschluss nach dem gereichten Nachtisch auch noch ein super Feuerwerk zu bestaunen gab setzte dem ganzen dann die Krone auf.

Auf ganzer Linie ein erfolgreicher Abend.

 

Am Sonntag konnte dann sogar noch bei vermehrten Sonnenschein gesegelt werden, leider reichte der Wind nur für eine Wettfahrt aber immer hin „gesegelt“. 

Ich hoffe ich habe das wesentliche Berichtet und selber Schuld wer nicht dabei war. 

Zu Abschluss noch einmal „Vielen Dank“ an allen die mitgeholfen haben so ein gelungenes Wochenende zu gestalten.

Dirk Frehse
Ps. Endlich mal wieder Fassbier

 

 

 

 

Nach dem unser H-Jollen Team Wendt/ Paulsen in Berlin, Berliner Vize-Meister geworden sind und eine konstante Wettfahrtserie bei viel Wind absolvierten, konnten sie am Pfingstwochenende auf dem Ahrendsee an ihre diesjährige Topleistungen anknüpfen.

Mit zwei ersten Plätzen in vier Wettfahrten sicherten sie sich mit nur einem Punkt Rückstand auf den Ersten,  den zweiten Platz.

Weiter so Jungs – herzlichen Glückwunsch auch an alle anderen H-Jollenteams.

 Zur Ergebnisliste

 

Nicht nur auf der Doven Elbe hat die Segelsaison begonnen, sondern auch die Ranglisten aktiven Segler sind unterwegs. Am vergangenen Wochenende starteten die H-Jollen Segler zu ihrer ersten Rangliste in diesem Jahr. Gleich 4 - eigentlich 5 Boote (denn Fidel und Hans sind doch schon eingemeindet) waren an der Startlinie mit BSV Hamburg Seglern besetzt. Der Plöner Segelverein hatte zum Plöner Schloss-Cup 2015 geladen. 11 H-Jollen starteten neben den Feldern von 15er und 16er Jollenkreuzer. Nach Auskunft der Segler waren tolle Windbedingungen auf der Bahn vorhanden. Zwar musste die Regattaleitung den Kurs während der Wettfahrten noch einmal umlegen, so kam es zu kleinen Verzögerungen, doch beim abendlichen Umtrunk war allen Segler wieder warm, zumindest im Kopf.

Herzlichen Glückwunsch allen Seglern und an unser Power Team Daumen hoch, wir wollen euch bei der diesjährigen IDM auf dem Treppchen sehen.

Hier geht es zu den Ergebnissen

                                   
Moin Moin,

komme grade aus der Bar von einem netten Abend mit unseren Autralischen und Kanadischen Freunden zurück und will noch kurz vom Elend des heutigen Tages berichten:

Windfinder hatte heute für seine Station "Toronto Island" angenehme 14-16 Knoten Wind vorhergesagt, die allerdings mit einem Temperatursturz auf ca 10°C einhergehen sollten. Morgens beim Aufstehen sah es auch noch so aus, als würde genau das eintreten; sprich es war schweinekalt und ordentlich windig. Ich habe mir heute morgen das Frühstücksbuffet im CLub gegönnt, um mich auf den anstrengenden Tag vorzubereiten. Also: Bratkartoffeln, Rührei, Bacon, Pfannkuchen und Kaffee satt. Sehr zu empfehlen.

Weiterlesen: 14 WM 2014 Bericht von Jan-Martin 8. Update

 
So, nachdem ich gestern wegen Müdigkeit ausgesetzt habe, hier die Ereignisse der letzten beiden Tage:

Samstag, 14.09.13
Heute solls losgehen. Nachdem gestern das Practice Race bitterkalt und windig war, ist es jetzt etwas weniger bitterkalt und leider auch etwas weniger windig. Genau genommen, stehen 67 angetretene 14s ca 300m nach dem Slippen in der totalen Flaute und rühren sich nicht von der Stelle. Absolute Alptraumbedingungen für uns. Die Kanadier fangen also an, große Trauben an Booten raus durch den Kanal auf den See zu schleppen. Wir zweifeln ein bisschen am Sinn des ganzen. Wenn auf der einen Seite einer absolut flachen Insel kein Wind ist, kann doch auf der anderen auch keiner sein! Ist aber. Recht viel sogar. Schöner Doppelsteher, Schwert hoch, sogar einiges an Druck aus den Segeln trimmen, und los geht´s zum ersten Start. Der Start ist eine Katastrophe, wir enden hinter dem gesamten Feld, kommen nicht los, haben nur Abwinde. Zum Glück Gesamtrückruf, neuer Versuch.

Weiterlesen: 14 WM 2014 Bericht von Jan-Martin 7. Update

 

Moin Moin,

es ist mal wieder ein bisschen was passiert hier im Land der Eisbären und des Ahornsirup:

Freitag, 13.9.13
Es klopft an der Tür. Ich wache auf. Es ist Georg. Ich war den Abend vorher früh ins Bett gegangen, da ich mich doch ein bisschen mehr von der Teamraceparty erholen musste. Georg fragt, warum wir noch nicht auf sind. Ich frage, warum wir auf sein sollten. Georg sagt, dass es jetzt losgeht zu den Niagarafällen. Eine schöne Überraschung und so sitzen wenig später 7 fröhliche Deutsche 14s in einem gemieteten Dodge auf dem Weg zu den großen Wasserfällen. Die sind wirklich beeindruckend und wir ziehen das volle Touriprogramm durch. Mit Schlechtwetter-Erlebniskino in dem es blitzt, stürmt und schneit (Wirklich, kein Witz!), Dampferfahrt in die Wasserfälle, bis man nichts mehr sehen kann vor Gischt und pitschnass ist und einer Wanderung am Wildwasser. Endlich mal runter von der Insel und ein bisschen was vom Land gesehen. Dazu noch ein sehr nettes Dinner in einem netten Resaturant.

Samstag, 14.9.13
Heute gehts endlich ans Regattasegeln. zwar nur Practice Race, das nicht in die Wertung eingeht, aber immerhin. Hinterher sollte man wissen, wo man steht. Die gute Nachricht: Schon als wir noch im Bett liegen, hören wir das Heulen des Windes in den 63 14 Riggs vor unserem Fenster. Die schlechte Nachricht: Der Sommer ist irgendwie weg. Die letzten Tage hatten wir schönste 25 Grad und Sonnenschein, jetzt sind es 15 Grad weniger und graues Nieselwetter. Dazu ein ganz ordentlicher Wind um die 20 Knoten. Start soll um 13 Uhr draussen auf dem See sein, also sollte man gegen 12 Uhr gerne geslipt haben. Eike und ich können eine gewisse Vorfreude nicht verbergen. Unsere Bedingungen. Viele andere Teams können unsere Euphorie nicht ganz teilen, und um 11:30 als wir  unser Großsegel setzen sind noch immer auffallend viele Teams in Straßenklamotte.Darunter Tobi und Sven und auch Julian und Fabio. Im Hafen ist es sehr böig, wir brauchen 5 Leute um die 14 ins Wasser zu tragen, für den Slipwagen passt die Richtung nicht. Als wir rauskreuzen liegt ein Amerinkanischer Bieker 6 quer in der Hafenausfahrt und wir müssen eine andere nehmen. Der Weg raus unter Spi macht schon richtig Spaß und Richtung Start nimmt auch die Welle immer mehr zu. Zwar nicht so böse wie neulich, aber man muss sich beim Spibergen schon festhalten.Wir müssen noch ein bisschen auf unseren Start warten und so wird uns doch fast ein wenig kalt bis es losgeht. Blohm und Voß erwischen als einziges anderes deutsches Boot den besten Start am Pinend, wir folgen kurz danach und fahren mit dem Hauptfeld links raus. wir halten uns die ganze Kreuz knapp vor Katie und Nigel und lassen Charly praktisch stehen. Die Boote mit den neuen Harten Masten scheinen deutlich mehr Probleme zu haben den Druck loszuwerden. Kaum jemand fährt unsere Höhe mit und wir fahren nicht grade hinten rum. Tatsächlich erreichen wir als 8. Boot die Luvmarke. Olli hat sie als 2. erreicht, allerdings ist ihm kalt und so fahren Blohm und Voss nach Hause. Nigel und Katie übrigens auch. Den Downwind gehen wir im Pulk mit 2 Australiern und einem US Bieker 6 an, wir fahren einen tollen Bootspeed, nur setzen wir die Halse zu spät und runden knapp vor dem B6, während die Aussies ihre Spibergen versauen und zurückfallen. Die Kreuz matchen wir mit dem B6, der aber an der 2. Luvtonne abdreht und nach Hause fährt. Komisch, so schlimm sind die Bedingungen auch nicht. Tatsächlich macht das Segeln im Kräftigen Wind und mit ein bisschen Welle unheimlich Spaß. Also letzter Matchracegegner bleibt uns ein Australier, dem wir auf dem Dreieck einen komfortablem Vorsprung abnehmen und das auch bis ins Ziel (eine weitere Runde) halten. Das Rennen war schon ziemlich lang und kalt, aber wir sind sehr zufrieden. Unser Bootspeed kann sich sehen lassen und ich schaffe es, ein Setzmanöver blind zu fahren (Nachdem mir die Mütze über die Augen gerutscht ist) Vorne segelten in dieser Reihenfolge: Brad Devine, Dave Hayter, Douglas Pattison und Lindsay Irwin. Dann eine 10 min Abstand, dann wir. Zurück im Club gibt es heißen Kaffee und Käsenudeln. Großartig! Vorallem die heiße Dusche!
Anschließend hängen wir noch ein bisschen im Bootsschuppen rum, für den die Kanadier eine gigantische Dieselheizung, den Frostfighter, angeschleppt haben, und berichten von unseren Heldentaten. Auf den großen Fernsehern laufen viele Bilder vom heutigen Hafenkino und ein paar von der Bahn. Hafenkino scheint sehr spannend gewesen zu sein. Morgen geht´s endlich richtig los, mit Wertung und allem. Allerdings sind 2 Knoten in Böen 4 angesagt. Da jubeln leider ganz andere Teams. Aber schauen wir mal, was der Tag so bringt.

Gruß
Jan Martin

 

Moin Moin,

das Teamrace ist durch. GBR1 hat sich den Weltmeistertitel geholt. Aber der Reihe nach:

Der Tag beginnt warm und mit schwachem Wind. Unser erstes Match bestreiten wir gegen Team Australia, allerdings sind nur Olli und Per schnell genug um die Australier überhaupt ein bisschen zu Ärgern, sie schaffen es aber, Lidsay Irwin zu einem Kringel zu zwingen, der ihn auf den letzten Platz zurück wirft. Resultat für uns: 4,5,6,7. Sowas von Losing Combination.

Weiterlesen: 14 WM 2014 Bericht von Jan-Martin 5. Update

 

Guten Abend liebe Mitleser!
 
Es ist vollbracht, der erste Renntag der Team WM der International 14s 2013 liegt hinter uns. Team Erholung Pur freut sich besonders, dass es im 4. Anlauf für uns zum ersten Mal geklappt hat, wirklich an der Team WM teilzunehmen, und natürlich das wir im Deutschen A-Team aufgenommen wurden (zwar mangels Alternativen, aber so what!) Unser Team besteht aus Georg und Eike, Olli und Per, sowie Puppet auf Axels Boot mit seinem alten Vorschoter Peter. 
 
Erstmal ist allerdings Startverschiebung. Der See ist Spiegelglatt mit einzelnen Windfeldern und der Container der Japaner ist noch nicht da. Die Team WM soll zwischen der Insel und der City stattfinden, also freuen wir uns auf schöne Rennen und Fotos im Schatten der Skyline. der Container kommt nicht wie angekündigt um 9, sondern erst gegen 12 Uhr und damit das Japanische Team, in dem auch Julian und Fabio auf Idefix antreten, am Start ist finden sich ca 25 Helfer, um die 3 Boote auszuladen, bzw zuzukucken und schlau zu kommentieren. 
Pünktlich als der Container leer ist, kommt auch der Wind und wir übrigen laufen Richtung Parkour aus. Bedingungen sind ca 2-3 Windstärken bei schönstem Sonnenschein. Unser erstes Match ist gleich das erste Rennen und findet gegen Team GBR2 statt, ein Gegner, den wir vorher als Schlagbar eingeordnet hatten. 
Beim Teamrace kommt es darauf an, dass die 4 Boote des eigenen Teams zusammen genommen besser finishen als die anderen. Dafür haben wir eine Tabelle mit Winning-Combinations, also platzierungen, bei denen das der Fall ist. Wir runden die erste Marke in einer Winning Combination, also alles gut. Dort soll man Spi setzen und halbwinds zur nächsten Marke fahren. Olli und Per können ein Englisches Team beim Spisetzen hochdrücken und außer Gefecht setzen, während Puppet leider im ganz falschen Moment eine Bö bekommt und an erster Stelle liegend mit den Foils in der Tonne hängen bleibt. Damit hat Puppet schonmal PLatz 8 gesichert. Wir kommen gut über den Downwind, Eike und Georg können ein bisschen Chaos an der Leetonne stiften und so haben wir am Anfang der Kreuz wieder die Winning Combination 1,2,5,8. Wir sind fast einen halben Schenkel vor den anderen und fahren ins Ziel, mit besten Hoffnungen, das Eike und Georg ihren Platz 5 halten. Olli geht schließlich auch durchs Ziel, sodass sich die Briten zu dritt auf Eike und Georg stürzen können und schließlich um einen Punkt gewinnen. Schade drum. Das hätte was werden können. 
Race 2 folgt gleich im Anschluss mit uns gegen GBR1. 3 Minuten nach dem Start ist alles klar und Team Germany besetzt und verteidigt bis zum Ende unter Einsatz aller Möglichkeiten die Plätze 5,6,7,8. 
Anschließend machen wir erstmal Pause, und zwar so lange, bis der Wind eingeschlafen ist. In der Zeit spielen wir ein wenig Zuschauerboot und kucken uns die anderen Rennen an. GBR1 und AUS dominieren das Geschehen, am Spannendsten ist aber das Duell GBR2 gegen CAN2, das GBR 2 ganz knapp am Ziel für sich entscheidet. Direkt am Slip werden Bier und Süßkartoffel-Pommes Frites serviert. Extrem lecker! 
Uns bleiben also für den nächsten Tag noch die Gegner AUS, CAN1, CAN2 und Japan. Außerdem soll es morgen auffrischen. Für die Teamrace Teilnehmer gibt es später noch ein Dinner im Clubhaus. Inzwischen sind auch Björn und Ollo und Sven angekommen. Team Germany ist also komplett bis auf Axel. 
 
Morgen 10:30 gehts weiter!
 
Gruß
Jan Martin

 

 

Gleich mal wieder ein erfrischendes Moin Moin aus dem wunderschönen Kanada!

Die Sonne geht langsam unter und wir warten, dass Georg mit Grillfleisch aus der Stadt zurückkommt. Also Zeit zum Schreiben. Es ist inzwischen nämlich einiges passiert, wir waren sogar segeln!

Samstag, 7.9.13
Wir wachen nach einer langen Nacht auf unserem Balkon in unserem kleinen Apartment davon auf, dass der Regen auf das Dach trommelt. Am Abend vorher war ein großes Charity Dinner am Club und jeder, der eine Zigarette rauchen wollte oder einfach ein wenig Ruhe vor der Masse gesucht hat, kam zu uns auf unseren Balkon. Später brachten die Leute auch Bier und Rum mit. Während das Clubhaus sehr schick und offiziell gehalten ist, mit Eichenparkett, Samtvorhängen, Ölbildern und viel Silberware, ist unser "Annex" mehr der kleine Anarchische Teil des Clubs. Wir sind also genau, wo wir hingehören.
Wir sind also etwas unmotiviert zum Aufstehen, bis wir merken, das es draußen mit guten 20 Knoten drückt. Passt ja wunderbar, dass wir gestern grade das Boot aufgebaut haben. Also gefrühstückt, Neo an und dem Regen getrotzt; Raus aufs Wasser! Wir sind das erste Boot, das rausgeht und im Binnenbereich, bevor es auf den See raus geht ist noch alles nett. Man muss dann durch eine Art Hafenausfahrt mit kreativ drehenden Winden und kommt so raus auf den Lake Ontario. (Der den Namen Great Lake wirklich verdient hat, man kann nur das Land sehen von dem man gekommen ist.)
Draußen fällt uns als erstes auf, dass eine Mörderwelle steht. an der Kreuz geht es noch, man muss sich nur sehr gut auf dem bockenden und stampfenden Boot festhalten. Das funktioniert noch einigermaßen.
Downwind sieht die Sache allerdings ganz anders aus: Einige Wellen sind gar nicht so hoch, allerdings überlagern sich mehrere Wellensysteme, sodass zwischendurch immer mal ein 2m-2,5m Brecher dazwischen ist (auf einem See!!!), die auch noch verdammt stel sind. In diesen Wellen sticht der Bug ins Wasser und das Boot wird dermaßen abgebremst, das man kaum eine Chance hat auf dem Rack stehen zu bleiben.  Wir hatten einige, deren Kamm auf Höhe des Baums einfach über das Boot gerollt sind und einem die Füße weggespült haben. Dann hat das Boot komplett angehalten und man muss es mit weit offenem Spi wieder vorsichtig beschleunigen. Daszu kam noch, das der Wellenwinkel nicht wirklich zum Windwinkel passt.
Wir schaffen es, mit nur einer Kenterung 3 Up & Downs zu trainieren. Wir fallen um, nachdem wir schon mit der Halse fertig sind, aber statt anzufahren wieder von der Welle rumgedrückt und zurückgehalst werden.
Selbst Katie beschreibt die Bedingungen zurück an Land als schwierig. Wenn die Rennbedingungen ähnlich sind, wird das noch interessant. Vorallem war gar nicht mal soviel Wind, später ging er noch massiv zurück, was die Wellen aber nicht wirklich erträglicher macht.
Spät Abends kommt die erste Rutsche Verstärkung für Team Germany, genauer Eike, Georg, Olli und Per (Blohm & Voss).

Sonntag, 8.9.13
Diese Mail wird schon wieder viel zu lang, ich versuche mal, meine Erzählung ein wenig zu straffen. Heute war wieder schönstes Kanadisches Sommerwetter, und zu Anfang auch noch netter Wind. Also raus aufs Wasser und ab nach draußen auf den großen See. Drinnen war wie gestern alles gut, doch als wir rauskamen wurde es flauer und flauer. Wir haben viel nach dem Wind gesucht, aber keinen gefunden. Dafür viele Löcher, dreher, Böen, die man allerdings auf dem Wasser nicht wirklich erkennen kann. Es sieht alles gleich und konstant aus. Ist es aber nicht. Also wird uns langweilig. Wir versuchen erst ein bisschen mit Douglas Pattison (Prince of Wales Cup Gewinner 2013) zu matchen, das klappt für eine Weile sogar ein bisschen, aber irgendwie fährt er durch Windlöcher durch in denen wir einparken. Muss ihn fragen, wie er das macht.
Wir beschließen, da wir schon sehr weit die Insel entlanggesegelt sind, ein bisschen Sightseeing zu betreiben und einmal um die Inselkette zu segeln. Das ist zwar auch erstmal nur mäßig spannend und der Wind wird immer schlechter, aber den ganzen Weg zurück zu fahren wirkt auch nicht einladend.
Die letzte Insel ist "Airport Island" und davor liegt eine Bojenkette, auf der bei näherem Hinsehen steht, dass sich Boote freihalten sollen, weil hier Flugzeuge tief einfliegen, liest Eike vor. Ich: "Solche FLugzeuge wie das da?" Durch unser Großsegelfenster sehen wir auf Augenhöhe einen Düsenjet einfliegen, der Sekunden später knapp über unsere Köpfe hinwegdonnert. SEHR tief! Erklär mal der Vollkasko und vorallem der Haftpficht (Für das Flugzeug) das uns ein Passagierflugzeug die Vorfahrt genommen hat. Der Rest unseres kleinen "Round the Island" endet in sterbendem Wind und wird sehr lang.
Wir beschließen, dass wir uns eher die Bedingungen von gestern wüschen als die von heute, sonst könnte die WM Platzierungstechnisch ein Desaster werden. Es erklärt auch, warum es hier noch ein Weibliches 14 Team gibt, dass scheinbar aus 2 ca 16 Jährigen sehr dünnen Mädels besteht.
Wenn wir wirklich in diesen Bedingungen Regattasegeln müssen, wird das für uns sehr Anspruchsvoll.
Außerdem war heute noch Vermessung für die Team WM, und unser Boot ist problemlos durch. Wenigstens etwas. Außerdem ist das Wetter warm und schön.
Jetzt schreibe ich schon 45 min und das Grillfleisch ist immernoch nicht da. Mit Rücksicht auf eure Geduld höre ich jetzt aber trotzdem auf zu schreiben.

Gruß
Jan Martin

PS: Mein  Foto heute zeigt, wie 14s ohne Container auf die Insel kommen, im Schlepp vom Motorboot. Man beachte die Slipwagen!

 

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