Moin Moin liebe Sportbegeisterte, 
 
es ist mal wieder 14 WM und ihr wurdet ausgewählt, meinem trditionellen Newsletter beizuwohnen. (Für diejenigen, die nicht wissen, worauf sie sich eingelassen haben, hier der Link zu meinen letzten Abenteuerberichten http://baltische-sv.de/index.php/regatta/regattaberichte )Falls es euch nervt, sagt mir bescheid und ich lösche euch, oder Ihr entschließt euch, meine Gefühle nicht zu verletzen und ignoriert die Mails einfach.
Ich sitze im Moment mit Tobi und Eike auf der Terrasse über dem Lake Ontario, wir hatten schon den einen oder anderen Drink, gegenüber leuchtet die Skyline von Toronto. Unsere Boote sind zwar noch immer nicht da, trotzdem haben wir schon einige Rennen hinter uns, aber der Reihe nach:
 
Montag, 2.9.13
Wir sitzen früh morgens am Flughafen und warten auf den Abflug. Dieser geht wie geplant vonstatten, der US Airways Flug ist ganz ok, bis irgendwann auf dem GPS Bildschiorm nicht mehr wie geplant Frischkäseland (Philadelphia) sondern Baltimore, Maryland steht. Dorthin werden aufgrund des schlechten Wetters nämlich umgeleitet, stehen einige Zeit auf der Rollbahn, werden wieder betankt, schauen uns einen weiteren Film an, fliegen schließlich doch weiter. Obwohl wir angestrengt nach leicht bekleideten Engeln Ausschau halten, die auf ihrem Wolken Käsebrote verzehren, landen wir sehr Ereignislos in Philadelphia. Da an diesem Abend keine Plätze mehr nach Toronto verfügbar sind, quartiert uns die Ariline in ein sehr nettes Hotel ein und sorgt auch für unser leibliches Wohl. 
 
Dienstag,. 3.9.13
Weiter gehts, endlich in gelobte Land der Elche. Wir landen gegen Mittag in Toronto und sind nach einigen Irritationen (Die ich jetzt nicht näher ausführen möchte) am frühen Nachmittag auf dem Weg zur Fähre zum CLub. Dort angekommen. Dort treffen wir einige sehr freundliche Leute, unter anderem Richard, ca 50 und einer der zahlreichen CLubangestellten. Apropos, der Club ist gewaltig, er erstreckt sich über drei Inseln, die eng zusammenhängen und durch kleine Kanäle getrennt sind. An den Rändern der Isneln liegen zahllose Dickschiffe, der Club ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt, die die verschiedenen Bereiche des Segelsportsa wiederspiegeln (Cruisers, Racers, Dhingys, Youth, etc) Die Jugendabteilung hat übrigens ihre eigene Insel. 
Den Kern des Clubs bildet ein riesiges Gebäude im Amerikanischen Südstaatenstil, das den Namen "Royal Canadian Yacht Club" absolut verdient. Es ist sehr stilvoll eingerichtet, mit Kaminen, Ölgemälden, Schiffsmodellen und unglaublich viel Silberware. Es gibt viele Pokale der 14 Klasse, die teilweise aus dem 19. Jahrhundert stammen. Der Club atmet quasi die Tradition der 14s. 
Genug davon, denn immerhin ist Dienstags abends Regatta für die großen Disckschiffe. Dabei finden sich 8 Startgruppen, die jeweils in One Design Feldern segeln. Tobi landet auf einer J105, Eike und ich auch einer C&R 34, einem 80er Jahre 3/4 Tonner. In unserer Gruppe sind 11 identische Boote am Start. Unser Taktiker ist 80 (!), segelt seit 75 Jahren, die anderen sind nur wenig jünger. Trotzdem haben die Damen und Herren einen unheimlich aggresiven Stil und einen sehr heißen Start. An der Luvtonne kommen wir als 2. Boot raus, nach einer 3 Runden Regatta enden wir als 3., die Details erspare ich euch mal. Nur soviel: Eine große Genua macht viel Arbeit und das Niveau ist unglaublich hoch hier! Am Ende kommt heraus, dass der Eigner lange Clubpräsident war, und so sind wir zum Dinner am besten Tisch im Club geladen. Es folgt ein sehr netter Abend mit unseren neuen Freunden. 
 
Mittwoch, 4.9.13
Heute geht es zum Sightseeing und Lebensmittel kaufen in die Stadt. Wir laufen ein wenig durch Toronto und suchen nach Sehenswürdigkeiten. Wir finden den für lange Zeit höchsten Fernsehturm der Welt (556m) (Der Turm ist übrigens mit LEDs bedeckt und liefert während ich diese Zeilen schreibe eine Phantastische Lightshow!) und einige alte Züge und Dampflokomotiven. Die Inseln um den Segelclub herum bieten dagegen tolle Natur und Strände. Es goibt sogar "Airport Island" mit seinem Flughafen, dessen Flugzeuge immer über das Regattafeld einfliegen. Ansonsten ist Toronto eine typische, etwas gesichtslose Nordamerikanische Stadt. Wir kehren schließlich nach erfolgreichem Einkauf in einem Asiatischen Supermarkt in den CLub zurück, denn Mittwochs abends trifft sich die Matchracegruppe, um ihre Rennen auszutragen. 
Wir suchen ein wenig und treffen dann auf Steve, der eigentlich Stefan Rudolf Alfred heißt, und der Gruppe angehört, aber kein Wort Deutsch spricht. Die Boote gehören dem Club, sind etwa 7m lang und werden zu dritt gesegelt. Da gute 5 Windstärken sind und keiner von uns dreien viel Matchraceerfahrung mitbringt, bekommen Eike und ich Dirk als Steuermann und Tobi geht als Bowman auf ein anderes Boot. Dirk ist ca. mitte 20, hat ein Shirt mit "National Match Racing Team Canada" an und versteht sein Handwerk. Ich würde seine Fähigkeiten als Beeindruckend einschätzen. Eike ist vorne und ich in der Mitte. Die anderen Crews wissen auch sehr genau, was sie tun und so entwickelt sich eine unheimnlich spannende Rennserie. Es sind kurze Kurse, viel Wind agile Boote und hochkarätige Segler (und wir) am Start. Am Ende stehen für uns 2 Siege und ein Unentschieden auf dem Konto, was wohl eher an Dirks Steuerkünsten als an unseren Künsten vorne liegt. Obwohl er ein paar lobende Worte für uns findet. Dirks Vater ist übrigens einer der erfolgreichsten Kanadischen Segler aller Zeiten, wie wir später gesteckt bekommen. 
Am Ende lädt uns die Matchracegang auf Bier und Burger ein und wir diskutieren Segelabenteuer... (Damals in Sydney....) 
Anschließend treffen noch auf den Rest eines Meetings der Kanadischen 14s, die auch schon in fröhlicher Stimmung sind (Daran anschließend schreibe ich übrigens diesen Text, also verzeiht mir eventuelle Rechtschrteibfehler!) 
 
Bis jetzt hat Kanada mein Herz im Sturm erobert, ich habe noch nirgendwo so viele so offene und freundliche Leute auf einem Haufen gesehen. Der CLub ist absolut beeindruckend, es sind jetzt schon viele Freunde hier und wir freuen uns auf die nächsten Wochen. Es sieht jetzt schon nach einem fantastischen Event aus. Wenn doch n ur die Boote endlich da wären....
 
Bald mehr von mir!
 
Gruß
Jan-Martin
 
PS: Anghängt ist ein Bild, wie es aussieht, wenn ich den Kopf vom Laptop ein wenig nach rechts wende :-)

 

 

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