Moin Moin,

hier ein weiterer Bericht aus dem sonnigen Toronto.

Donnerstag, 5.9.13
Nachdem wir einen sehr netten Abend verbracht hatten, war es am Donnerstag zum ersten Mal etwas frisch auf dem Balkon. Dazu muss man sagen, das unsere Vorstellung von Kanada sich überhaupt nicht bewahrheitet hat. In unserem Kopf wehten Schneestürme durch Toronto und vereinzelte Eisbären trieben sich im Boatpark rum, sodass man es kaum wagen könnte, ohne Schrotflite am Boot zu basteln. (Ich hatte mich schon sehr gefreut, mit der Schrotflinte aufzupassen, während Eike bastelt...)
Stattdessen ist hier allerschönstes Sommerwetter. Für Norddeutsche Verhältnisse sogar eher Hochsommer. Nur eben heute nicht. Der Tag will nicht richtig in gang kommen, stattdessen legen wir uns nach dem Frühstück nochmal hin um endgültig den Jetlag zu kurieren. Abends ist wieder eine Regatta angesetzt, dieses Mal 14s und kleine Kielboote. Für das 14 Race fehlen uns noch unsere Segelsachen, also heißt es wieder Kielbootsegeln um uns unser Abendessen und Bier zu verdienen. Tobi und ich landen auf jeweils einer J24, Tobi macht den ersten, ich den zweiten Platz. (eher meine Crew um ehrlich zu sein) Die Crew besteht aus einem älteren Steuermann, einem jungen Focktrimmer und zwei jungen Mädels, eine davon die PR Managerin der 14 Worlds. Der Abend entwickelt sich, als die Australischen und Canadischen 14s sich mit an unseren Tisch setzen und die Bierversorgung an Fahrt aufnimmt. Es gibt hier eine lokale Spezialität namens Orange Whip, die irgendwie Cola Rum ist, aber es irgendwie wahnsinnig in sich hat.
Die Woche vor der WM hat immer ein ganz besonderes Flair, weil so langsam alle Freunde ankommen, die sich lange nicht gesehen haben und man das ganze Socializing noch genießen kann, ohne das leise schlechte Gewissen meldet, das man nächsten Tag Regattasegeln muss.

Freitag, 6.9.13
Heute soll es passieren. Die Boote sollen kommen. Wir treffen uns um 8:00 morgens am Steg. Unser Boot soll auf ein Floß gestellt werden und von einem Schlepper auf unsere Segelclub-Insel gezogen werden. (Der Segelclub liegt wirklich auf drei abgeschlossenen Inseln vor der Stadt und ist nur per Fähre erreichbar) Der Fahrer ist ca 50 und lädt uns drüben erstmal auf einen Kaffee und ein paar Asiatische Frikadellen ein. Er ist aus der Karibik und lebt nur im Sommer in Kanada. Nachdem der Container auf dem Floß steht (Er steht sogar hinten und vorne 3m über) Der Schlepper ist längsseits an Steuerbord vertäut, sodass der Skipper nicht am Container vorbei nach links kucken kann. Das führt dazu, dass Eike, Tobi und ich die unheimlich coole Aufgabe bekommen auf dem Container zu stehen und nach Links zu kucken. Stattdessen kucken wir nach rechts auf die Skyline und machen viele Fotos. (Siehe Anhang) Das coolste ist natürlich die Passage durch die engen Kanäle am Club, in denen wir uns fast zur Touristenatraktion steigern.
Das Anlanden und ausladen selber ist kaum ein Problem, wir laden erstmal nur 5 Boote aus. Inzwischen sind unsere Boote aufgebaut und Rennfertig. Dank Eikes Einsatz in den letzten Monaten hatten wir kaum zu tun.
Anschließend hatten wir ein tolles BBQ mit Burgern und Steak auf einem der vielen großen gasgrills, die man hier frei benutzen kann. Jetzt sitzen Eike, Julian und ich mit einem Kanadischen Einsteiger und einem ehemaligen Olympischen 470er Frauenteam, die seit drei Monaten 14 segeln. Das wohl einzige echte 14 Frauenteam im Moment (Svenja, Sarah, ändert das!:-) ) und genießen einmal mehr die Wundervolle Aussicht auf die Skyline von Toronto!

Gruß
Jan Martin

PS: Im Anhang eines unserer schwulen Teamphotos von der Containerüberfahrt!
 

 

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