Am 1. April schien die Sonne und die ersten BSVer zeigten sich in Bermudas und T-Shirt.

Leider hatte der Wetterbericht Recht, der für Sonnabend sehr schwachen Wind vorhergesagt hatte. Nur selten kräuselte sich das Wasser. Von einer Drohne wurden Luftaufnahmen von der BSV und den aufgetakelten Booten gemacht.

Zur Flaggenhissung mochte die BSV-Flagge trotz dreifachem „Gode Wind-Hurra“ und Sakuska nicht auswehen. Folgerichtig ordnete Sportwart und Wettfahrtleiter Ole Startverschiebung und schließlich Abbruch an. So war Zeit nach der ausgefallenen Phase der Stromversorgung zu suchen, was aber heute noch zu keinem Erfolg führte.

Da das vorgesehene Racletteessen ohne Strom nicht möglich war, wurde BSV-typisch erfolgreich improvisiert und zum Abend mit vielen Helfern ein neues Menu auf dem Gasherd, dem Ofen und der riesigen Pfanne mit Gemüse, Fleisch und Raclettekäse gezaubert, das allen vorzüglich bei stimmungsvollem Kerzenschein schmeckte.

Langeweile war jedenfalls den ganzen Tag bei dem herrlichen Wetter nicht aufgekommen. Es blieb Zeit für viele Gespräche, sei es u.a. über Segeltrimm, über restaurierte Oldtimer, über Segeln in Neuseeland und die dortigen Vorbereitungen zur Rückgewinnung des America Cups. Eine Zeitung sprach diesbezüglich von einem neuseeländischen „Tretboot“, weil die Grinder nicht mehr mit Arm-, sondern mit Beinkraft, gekurbelt werden, dies anschaulich über seine Neuseelanderlebnisse beschrieben vom 14-Footer Segler Eike Ehrig.

An Sonntag gab es den erwarteten böigen Wind aus westlicher Richtung in Stärke 2 bis 4 und zuletzt 5 in Böen. 19 sehr verschiedene Bootsklassen waren am Start.Erfreulich die Teilnahme etlicher Jugendlicher, die dank Crewwechsel zahlreich zum Einsatz kamen.In den 3 spannenden Wettfahrten gab es nach berechneter Zeit jeweils verschiedene Sieger, nämlich Nicolas im Finn, Jörg und Sven im Star, und Jan in der O-Jolle. Und diese belegten dann auch die ersten 3 Plätze in eben dieser Reihenfolge bei Punktgleichheit zwischen Finn und Star. Den 4. Platz belegte das Starboot mit Sven Rosenau und Holger knapp vor dem 5., nämlich Dietrich im Laser. Damit hatte mal wieder ein Schilling als 5. die Aufgabe, den Regattabericht zu schreiben.

Unfreiwillig angebadet wurde auch schon, u.a. vom Verfasser dieses Berichtes, der ebenfalls wie Melanie beim Von-Bord-Gehen ins ziemlich kalte Wasser fiel, aber mit Neoprenanzug ausreichend geschützt waren.Das war bei einigen Mitseglern, die ebenfalls mit dem kalten Wasser Bekanntschaft machten, leider nicht der Fall.

Bei herrlichem Sonnenschein fand dann das beliebte Kuchenessen mit anschließender Siegerehrung statt.Dank vieler Helfer war das Ansegeln der BSV Hamburg wieder eine gelungene gesellige und zudem sportliche Veranstaltung.

Schade, dass sich dann der April überwiegend mit Kälte, Sturm, Hagel und Regen hervortat und wenig Anreiz zum Segeln bot.

Dietrich Schilling, April 2017

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