So, nachdem ich gestern wegen Müdigkeit ausgesetzt habe, hier die Ereignisse der letzten beiden Tage:

Samstag, 14.09.13
Heute solls losgehen. Nachdem gestern das Practice Race bitterkalt und windig war, ist es jetzt etwas weniger bitterkalt und leider auch etwas weniger windig. Genau genommen, stehen 67 angetretene 14s ca 300m nach dem Slippen in der totalen Flaute und rühren sich nicht von der Stelle. Absolute Alptraumbedingungen für uns. Die Kanadier fangen also an, große Trauben an Booten raus durch den Kanal auf den See zu schleppen. Wir zweifeln ein bisschen am Sinn des ganzen. Wenn auf der einen Seite einer absolut flachen Insel kein Wind ist, kann doch auf der anderen auch keiner sein! Ist aber. Recht viel sogar. Schöner Doppelsteher, Schwert hoch, sogar einiges an Druck aus den Segeln trimmen, und los geht´s zum ersten Start. Der Start ist eine Katastrophe, wir enden hinter dem gesamten Feld, kommen nicht los, haben nur Abwinde. Zum Glück Gesamtrückruf, neuer Versuch.

Weiterlesen: 14 WM 2014 Bericht von Jan-Martin 7. Update

 

Moin Moin,

es ist mal wieder ein bisschen was passiert hier im Land der Eisbären und des Ahornsirup:

Freitag, 13.9.13
Es klopft an der Tür. Ich wache auf. Es ist Georg. Ich war den Abend vorher früh ins Bett gegangen, da ich mich doch ein bisschen mehr von der Teamraceparty erholen musste. Georg fragt, warum wir noch nicht auf sind. Ich frage, warum wir auf sein sollten. Georg sagt, dass es jetzt losgeht zu den Niagarafällen. Eine schöne Überraschung und so sitzen wenig später 7 fröhliche Deutsche 14s in einem gemieteten Dodge auf dem Weg zu den großen Wasserfällen. Die sind wirklich beeindruckend und wir ziehen das volle Touriprogramm durch. Mit Schlechtwetter-Erlebniskino in dem es blitzt, stürmt und schneit (Wirklich, kein Witz!), Dampferfahrt in die Wasserfälle, bis man nichts mehr sehen kann vor Gischt und pitschnass ist und einer Wanderung am Wildwasser. Endlich mal runter von der Insel und ein bisschen was vom Land gesehen. Dazu noch ein sehr nettes Dinner in einem netten Resaturant.

Samstag, 14.9.13
Heute gehts endlich ans Regattasegeln. zwar nur Practice Race, das nicht in die Wertung eingeht, aber immerhin. Hinterher sollte man wissen, wo man steht. Die gute Nachricht: Schon als wir noch im Bett liegen, hören wir das Heulen des Windes in den 63 14 Riggs vor unserem Fenster. Die schlechte Nachricht: Der Sommer ist irgendwie weg. Die letzten Tage hatten wir schönste 25 Grad und Sonnenschein, jetzt sind es 15 Grad weniger und graues Nieselwetter. Dazu ein ganz ordentlicher Wind um die 20 Knoten. Start soll um 13 Uhr draussen auf dem See sein, also sollte man gegen 12 Uhr gerne geslipt haben. Eike und ich können eine gewisse Vorfreude nicht verbergen. Unsere Bedingungen. Viele andere Teams können unsere Euphorie nicht ganz teilen, und um 11:30 als wir  unser Großsegel setzen sind noch immer auffallend viele Teams in Straßenklamotte.Darunter Tobi und Sven und auch Julian und Fabio. Im Hafen ist es sehr böig, wir brauchen 5 Leute um die 14 ins Wasser zu tragen, für den Slipwagen passt die Richtung nicht. Als wir rauskreuzen liegt ein Amerinkanischer Bieker 6 quer in der Hafenausfahrt und wir müssen eine andere nehmen. Der Weg raus unter Spi macht schon richtig Spaß und Richtung Start nimmt auch die Welle immer mehr zu. Zwar nicht so böse wie neulich, aber man muss sich beim Spibergen schon festhalten.Wir müssen noch ein bisschen auf unseren Start warten und so wird uns doch fast ein wenig kalt bis es losgeht. Blohm und Voß erwischen als einziges anderes deutsches Boot den besten Start am Pinend, wir folgen kurz danach und fahren mit dem Hauptfeld links raus. wir halten uns die ganze Kreuz knapp vor Katie und Nigel und lassen Charly praktisch stehen. Die Boote mit den neuen Harten Masten scheinen deutlich mehr Probleme zu haben den Druck loszuwerden. Kaum jemand fährt unsere Höhe mit und wir fahren nicht grade hinten rum. Tatsächlich erreichen wir als 8. Boot die Luvmarke. Olli hat sie als 2. erreicht, allerdings ist ihm kalt und so fahren Blohm und Voss nach Hause. Nigel und Katie übrigens auch. Den Downwind gehen wir im Pulk mit 2 Australiern und einem US Bieker 6 an, wir fahren einen tollen Bootspeed, nur setzen wir die Halse zu spät und runden knapp vor dem B6, während die Aussies ihre Spibergen versauen und zurückfallen. Die Kreuz matchen wir mit dem B6, der aber an der 2. Luvtonne abdreht und nach Hause fährt. Komisch, so schlimm sind die Bedingungen auch nicht. Tatsächlich macht das Segeln im Kräftigen Wind und mit ein bisschen Welle unheimlich Spaß. Also letzter Matchracegegner bleibt uns ein Australier, dem wir auf dem Dreieck einen komfortablem Vorsprung abnehmen und das auch bis ins Ziel (eine weitere Runde) halten. Das Rennen war schon ziemlich lang und kalt, aber wir sind sehr zufrieden. Unser Bootspeed kann sich sehen lassen und ich schaffe es, ein Setzmanöver blind zu fahren (Nachdem mir die Mütze über die Augen gerutscht ist) Vorne segelten in dieser Reihenfolge: Brad Devine, Dave Hayter, Douglas Pattison und Lindsay Irwin. Dann eine 10 min Abstand, dann wir. Zurück im Club gibt es heißen Kaffee und Käsenudeln. Großartig! Vorallem die heiße Dusche!
Anschließend hängen wir noch ein bisschen im Bootsschuppen rum, für den die Kanadier eine gigantische Dieselheizung, den Frostfighter, angeschleppt haben, und berichten von unseren Heldentaten. Auf den großen Fernsehern laufen viele Bilder vom heutigen Hafenkino und ein paar von der Bahn. Hafenkino scheint sehr spannend gewesen zu sein. Morgen geht´s endlich richtig los, mit Wertung und allem. Allerdings sind 2 Knoten in Böen 4 angesagt. Da jubeln leider ganz andere Teams. Aber schauen wir mal, was der Tag so bringt.

Gruß
Jan Martin

 

Moin Moin,

das Teamrace ist durch. GBR1 hat sich den Weltmeistertitel geholt. Aber der Reihe nach:

Der Tag beginnt warm und mit schwachem Wind. Unser erstes Match bestreiten wir gegen Team Australia, allerdings sind nur Olli und Per schnell genug um die Australier überhaupt ein bisschen zu Ärgern, sie schaffen es aber, Lidsay Irwin zu einem Kringel zu zwingen, der ihn auf den letzten Platz zurück wirft. Resultat für uns: 4,5,6,7. Sowas von Losing Combination.

Weiterlesen: 14 WM 2014 Bericht von Jan-Martin 5. Update

 

Guten Abend liebe Mitleser!
 
Es ist vollbracht, der erste Renntag der Team WM der International 14s 2013 liegt hinter uns. Team Erholung Pur freut sich besonders, dass es im 4. Anlauf für uns zum ersten Mal geklappt hat, wirklich an der Team WM teilzunehmen, und natürlich das wir im Deutschen A-Team aufgenommen wurden (zwar mangels Alternativen, aber so what!) Unser Team besteht aus Georg und Eike, Olli und Per, sowie Puppet auf Axels Boot mit seinem alten Vorschoter Peter. 
 
Erstmal ist allerdings Startverschiebung. Der See ist Spiegelglatt mit einzelnen Windfeldern und der Container der Japaner ist noch nicht da. Die Team WM soll zwischen der Insel und der City stattfinden, also freuen wir uns auf schöne Rennen und Fotos im Schatten der Skyline. der Container kommt nicht wie angekündigt um 9, sondern erst gegen 12 Uhr und damit das Japanische Team, in dem auch Julian und Fabio auf Idefix antreten, am Start ist finden sich ca 25 Helfer, um die 3 Boote auszuladen, bzw zuzukucken und schlau zu kommentieren. 
Pünktlich als der Container leer ist, kommt auch der Wind und wir übrigen laufen Richtung Parkour aus. Bedingungen sind ca 2-3 Windstärken bei schönstem Sonnenschein. Unser erstes Match ist gleich das erste Rennen und findet gegen Team GBR2 statt, ein Gegner, den wir vorher als Schlagbar eingeordnet hatten. 
Beim Teamrace kommt es darauf an, dass die 4 Boote des eigenen Teams zusammen genommen besser finishen als die anderen. Dafür haben wir eine Tabelle mit Winning-Combinations, also platzierungen, bei denen das der Fall ist. Wir runden die erste Marke in einer Winning Combination, also alles gut. Dort soll man Spi setzen und halbwinds zur nächsten Marke fahren. Olli und Per können ein Englisches Team beim Spisetzen hochdrücken und außer Gefecht setzen, während Puppet leider im ganz falschen Moment eine Bö bekommt und an erster Stelle liegend mit den Foils in der Tonne hängen bleibt. Damit hat Puppet schonmal PLatz 8 gesichert. Wir kommen gut über den Downwind, Eike und Georg können ein bisschen Chaos an der Leetonne stiften und so haben wir am Anfang der Kreuz wieder die Winning Combination 1,2,5,8. Wir sind fast einen halben Schenkel vor den anderen und fahren ins Ziel, mit besten Hoffnungen, das Eike und Georg ihren Platz 5 halten. Olli geht schließlich auch durchs Ziel, sodass sich die Briten zu dritt auf Eike und Georg stürzen können und schließlich um einen Punkt gewinnen. Schade drum. Das hätte was werden können. 
Race 2 folgt gleich im Anschluss mit uns gegen GBR1. 3 Minuten nach dem Start ist alles klar und Team Germany besetzt und verteidigt bis zum Ende unter Einsatz aller Möglichkeiten die Plätze 5,6,7,8. 
Anschließend machen wir erstmal Pause, und zwar so lange, bis der Wind eingeschlafen ist. In der Zeit spielen wir ein wenig Zuschauerboot und kucken uns die anderen Rennen an. GBR1 und AUS dominieren das Geschehen, am Spannendsten ist aber das Duell GBR2 gegen CAN2, das GBR 2 ganz knapp am Ziel für sich entscheidet. Direkt am Slip werden Bier und Süßkartoffel-Pommes Frites serviert. Extrem lecker! 
Uns bleiben also für den nächsten Tag noch die Gegner AUS, CAN1, CAN2 und Japan. Außerdem soll es morgen auffrischen. Für die Teamrace Teilnehmer gibt es später noch ein Dinner im Clubhaus. Inzwischen sind auch Björn und Ollo und Sven angekommen. Team Germany ist also komplett bis auf Axel. 
 
Morgen 10:30 gehts weiter!
 
Gruß
Jan Martin

 

 

Gleich mal wieder ein erfrischendes Moin Moin aus dem wunderschönen Kanada!

Die Sonne geht langsam unter und wir warten, dass Georg mit Grillfleisch aus der Stadt zurückkommt. Also Zeit zum Schreiben. Es ist inzwischen nämlich einiges passiert, wir waren sogar segeln!

Samstag, 7.9.13
Wir wachen nach einer langen Nacht auf unserem Balkon in unserem kleinen Apartment davon auf, dass der Regen auf das Dach trommelt. Am Abend vorher war ein großes Charity Dinner am Club und jeder, der eine Zigarette rauchen wollte oder einfach ein wenig Ruhe vor der Masse gesucht hat, kam zu uns auf unseren Balkon. Später brachten die Leute auch Bier und Rum mit. Während das Clubhaus sehr schick und offiziell gehalten ist, mit Eichenparkett, Samtvorhängen, Ölbildern und viel Silberware, ist unser "Annex" mehr der kleine Anarchische Teil des Clubs. Wir sind also genau, wo wir hingehören.
Wir sind also etwas unmotiviert zum Aufstehen, bis wir merken, das es draußen mit guten 20 Knoten drückt. Passt ja wunderbar, dass wir gestern grade das Boot aufgebaut haben. Also gefrühstückt, Neo an und dem Regen getrotzt; Raus aufs Wasser! Wir sind das erste Boot, das rausgeht und im Binnenbereich, bevor es auf den See raus geht ist noch alles nett. Man muss dann durch eine Art Hafenausfahrt mit kreativ drehenden Winden und kommt so raus auf den Lake Ontario. (Der den Namen Great Lake wirklich verdient hat, man kann nur das Land sehen von dem man gekommen ist.)
Draußen fällt uns als erstes auf, dass eine Mörderwelle steht. an der Kreuz geht es noch, man muss sich nur sehr gut auf dem bockenden und stampfenden Boot festhalten. Das funktioniert noch einigermaßen.
Downwind sieht die Sache allerdings ganz anders aus: Einige Wellen sind gar nicht so hoch, allerdings überlagern sich mehrere Wellensysteme, sodass zwischendurch immer mal ein 2m-2,5m Brecher dazwischen ist (auf einem See!!!), die auch noch verdammt stel sind. In diesen Wellen sticht der Bug ins Wasser und das Boot wird dermaßen abgebremst, das man kaum eine Chance hat auf dem Rack stehen zu bleiben.  Wir hatten einige, deren Kamm auf Höhe des Baums einfach über das Boot gerollt sind und einem die Füße weggespült haben. Dann hat das Boot komplett angehalten und man muss es mit weit offenem Spi wieder vorsichtig beschleunigen. Daszu kam noch, das der Wellenwinkel nicht wirklich zum Windwinkel passt.
Wir schaffen es, mit nur einer Kenterung 3 Up & Downs zu trainieren. Wir fallen um, nachdem wir schon mit der Halse fertig sind, aber statt anzufahren wieder von der Welle rumgedrückt und zurückgehalst werden.
Selbst Katie beschreibt die Bedingungen zurück an Land als schwierig. Wenn die Rennbedingungen ähnlich sind, wird das noch interessant. Vorallem war gar nicht mal soviel Wind, später ging er noch massiv zurück, was die Wellen aber nicht wirklich erträglicher macht.
Spät Abends kommt die erste Rutsche Verstärkung für Team Germany, genauer Eike, Georg, Olli und Per (Blohm & Voss).

Sonntag, 8.9.13
Diese Mail wird schon wieder viel zu lang, ich versuche mal, meine Erzählung ein wenig zu straffen. Heute war wieder schönstes Kanadisches Sommerwetter, und zu Anfang auch noch netter Wind. Also raus aufs Wasser und ab nach draußen auf den großen See. Drinnen war wie gestern alles gut, doch als wir rauskamen wurde es flauer und flauer. Wir haben viel nach dem Wind gesucht, aber keinen gefunden. Dafür viele Löcher, dreher, Böen, die man allerdings auf dem Wasser nicht wirklich erkennen kann. Es sieht alles gleich und konstant aus. Ist es aber nicht. Also wird uns langweilig. Wir versuchen erst ein bisschen mit Douglas Pattison (Prince of Wales Cup Gewinner 2013) zu matchen, das klappt für eine Weile sogar ein bisschen, aber irgendwie fährt er durch Windlöcher durch in denen wir einparken. Muss ihn fragen, wie er das macht.
Wir beschließen, da wir schon sehr weit die Insel entlanggesegelt sind, ein bisschen Sightseeing zu betreiben und einmal um die Inselkette zu segeln. Das ist zwar auch erstmal nur mäßig spannend und der Wind wird immer schlechter, aber den ganzen Weg zurück zu fahren wirkt auch nicht einladend.
Die letzte Insel ist "Airport Island" und davor liegt eine Bojenkette, auf der bei näherem Hinsehen steht, dass sich Boote freihalten sollen, weil hier Flugzeuge tief einfliegen, liest Eike vor. Ich: "Solche FLugzeuge wie das da?" Durch unser Großsegelfenster sehen wir auf Augenhöhe einen Düsenjet einfliegen, der Sekunden später knapp über unsere Köpfe hinwegdonnert. SEHR tief! Erklär mal der Vollkasko und vorallem der Haftpficht (Für das Flugzeug) das uns ein Passagierflugzeug die Vorfahrt genommen hat. Der Rest unseres kleinen "Round the Island" endet in sterbendem Wind und wird sehr lang.
Wir beschließen, dass wir uns eher die Bedingungen von gestern wüschen als die von heute, sonst könnte die WM Platzierungstechnisch ein Desaster werden. Es erklärt auch, warum es hier noch ein Weibliches 14 Team gibt, dass scheinbar aus 2 ca 16 Jährigen sehr dünnen Mädels besteht.
Wenn wir wirklich in diesen Bedingungen Regattasegeln müssen, wird das für uns sehr Anspruchsvoll.
Außerdem war heute noch Vermessung für die Team WM, und unser Boot ist problemlos durch. Wenigstens etwas. Außerdem ist das Wetter warm und schön.
Jetzt schreibe ich schon 45 min und das Grillfleisch ist immernoch nicht da. Mit Rücksicht auf eure Geduld höre ich jetzt aber trotzdem auf zu schreiben.

Gruß
Jan Martin

PS: Mein  Foto heute zeigt, wie 14s ohne Container auf die Insel kommen, im Schlepp vom Motorboot. Man beachte die Slipwagen!

 

 

Moin Moin,

hier ein weiterer Bericht aus dem sonnigen Toronto.

Donnerstag, 5.9.13
Nachdem wir einen sehr netten Abend verbracht hatten, war es am Donnerstag zum ersten Mal etwas frisch auf dem Balkon. Dazu muss man sagen, das unsere Vorstellung von Kanada sich überhaupt nicht bewahrheitet hat. In unserem Kopf wehten Schneestürme durch Toronto und vereinzelte Eisbären trieben sich im Boatpark rum, sodass man es kaum wagen könnte, ohne Schrotflite am Boot zu basteln. (Ich hatte mich schon sehr gefreut, mit der Schrotflinte aufzupassen, während Eike bastelt...)
Stattdessen ist hier allerschönstes Sommerwetter. Für Norddeutsche Verhältnisse sogar eher Hochsommer. Nur eben heute nicht. Der Tag will nicht richtig in gang kommen, stattdessen legen wir uns nach dem Frühstück nochmal hin um endgültig den Jetlag zu kurieren. Abends ist wieder eine Regatta angesetzt, dieses Mal 14s und kleine Kielboote. Für das 14 Race fehlen uns noch unsere Segelsachen, also heißt es wieder Kielbootsegeln um uns unser Abendessen und Bier zu verdienen. Tobi und ich landen auf jeweils einer J24, Tobi macht den ersten, ich den zweiten Platz. (eher meine Crew um ehrlich zu sein) Die Crew besteht aus einem älteren Steuermann, einem jungen Focktrimmer und zwei jungen Mädels, eine davon die PR Managerin der 14 Worlds. Der Abend entwickelt sich, als die Australischen und Canadischen 14s sich mit an unseren Tisch setzen und die Bierversorgung an Fahrt aufnimmt. Es gibt hier eine lokale Spezialität namens Orange Whip, die irgendwie Cola Rum ist, aber es irgendwie wahnsinnig in sich hat.
Die Woche vor der WM hat immer ein ganz besonderes Flair, weil so langsam alle Freunde ankommen, die sich lange nicht gesehen haben und man das ganze Socializing noch genießen kann, ohne das leise schlechte Gewissen meldet, das man nächsten Tag Regattasegeln muss.

Freitag, 6.9.13
Heute soll es passieren. Die Boote sollen kommen. Wir treffen uns um 8:00 morgens am Steg. Unser Boot soll auf ein Floß gestellt werden und von einem Schlepper auf unsere Segelclub-Insel gezogen werden. (Der Segelclub liegt wirklich auf drei abgeschlossenen Inseln vor der Stadt und ist nur per Fähre erreichbar) Der Fahrer ist ca 50 und lädt uns drüben erstmal auf einen Kaffee und ein paar Asiatische Frikadellen ein. Er ist aus der Karibik und lebt nur im Sommer in Kanada. Nachdem der Container auf dem Floß steht (Er steht sogar hinten und vorne 3m über) Der Schlepper ist längsseits an Steuerbord vertäut, sodass der Skipper nicht am Container vorbei nach links kucken kann. Das führt dazu, dass Eike, Tobi und ich die unheimlich coole Aufgabe bekommen auf dem Container zu stehen und nach Links zu kucken. Stattdessen kucken wir nach rechts auf die Skyline und machen viele Fotos. (Siehe Anhang) Das coolste ist natürlich die Passage durch die engen Kanäle am Club, in denen wir uns fast zur Touristenatraktion steigern.
Das Anlanden und ausladen selber ist kaum ein Problem, wir laden erstmal nur 5 Boote aus. Inzwischen sind unsere Boote aufgebaut und Rennfertig. Dank Eikes Einsatz in den letzten Monaten hatten wir kaum zu tun.
Anschließend hatten wir ein tolles BBQ mit Burgern und Steak auf einem der vielen großen gasgrills, die man hier frei benutzen kann. Jetzt sitzen Eike, Julian und ich mit einem Kanadischen Einsteiger und einem ehemaligen Olympischen 470er Frauenteam, die seit drei Monaten 14 segeln. Das wohl einzige echte 14 Frauenteam im Moment (Svenja, Sarah, ändert das!:-) ) und genießen einmal mehr die Wundervolle Aussicht auf die Skyline von Toronto!

Gruß
Jan Martin

PS: Im Anhang eines unserer schwulen Teamphotos von der Containerüberfahrt!
 

 

 

Moin Moin liebe Sportbegeisterte, 
 
es ist mal wieder 14 WM und ihr wurdet ausgewählt, meinem trditionellen Newsletter beizuwohnen. (Für diejenigen, die nicht wissen, worauf sie sich eingelassen haben, hier der Link zu meinen letzten Abenteuerberichten http://baltische-sv.de/index.php/regatta/regattaberichte )Falls es euch nervt, sagt mir bescheid und ich lösche euch, oder Ihr entschließt euch, meine Gefühle nicht zu verletzen und ignoriert die Mails einfach.
Ich sitze im Moment mit Tobi und Eike auf der Terrasse über dem Lake Ontario, wir hatten schon den einen oder anderen Drink, gegenüber leuchtet die Skyline von Toronto. Unsere Boote sind zwar noch immer nicht da, trotzdem haben wir schon einige Rennen hinter uns, aber der Reihe nach:
 
Montag, 2.9.13
Wir sitzen früh morgens am Flughafen und warten auf den Abflug. Dieser geht wie geplant vonstatten, der US Airways Flug ist ganz ok, bis irgendwann auf dem GPS Bildschiorm nicht mehr wie geplant Frischkäseland (Philadelphia) sondern Baltimore, Maryland steht. Dorthin werden aufgrund des schlechten Wetters nämlich umgeleitet, stehen einige Zeit auf der Rollbahn, werden wieder betankt, schauen uns einen weiteren Film an, fliegen schließlich doch weiter. Obwohl wir angestrengt nach leicht bekleideten Engeln Ausschau halten, die auf ihrem Wolken Käsebrote verzehren, landen wir sehr Ereignislos in Philadelphia. Da an diesem Abend keine Plätze mehr nach Toronto verfügbar sind, quartiert uns die Ariline in ein sehr nettes Hotel ein und sorgt auch für unser leibliches Wohl. 
 
Dienstag,. 3.9.13
Weiter gehts, endlich in gelobte Land der Elche. Wir landen gegen Mittag in Toronto und sind nach einigen Irritationen (Die ich jetzt nicht näher ausführen möchte) am frühen Nachmittag auf dem Weg zur Fähre zum CLub. Dort angekommen. Dort treffen wir einige sehr freundliche Leute, unter anderem Richard, ca 50 und einer der zahlreichen CLubangestellten. Apropos, der Club ist gewaltig, er erstreckt sich über drei Inseln, die eng zusammenhängen und durch kleine Kanäle getrennt sind. An den Rändern der Isneln liegen zahllose Dickschiffe, der Club ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt, die die verschiedenen Bereiche des Segelsportsa wiederspiegeln (Cruisers, Racers, Dhingys, Youth, etc) Die Jugendabteilung hat übrigens ihre eigene Insel. 
Den Kern des Clubs bildet ein riesiges Gebäude im Amerikanischen Südstaatenstil, das den Namen "Royal Canadian Yacht Club" absolut verdient. Es ist sehr stilvoll eingerichtet, mit Kaminen, Ölgemälden, Schiffsmodellen und unglaublich viel Silberware. Es gibt viele Pokale der 14 Klasse, die teilweise aus dem 19. Jahrhundert stammen. Der Club atmet quasi die Tradition der 14s. 
Genug davon, denn immerhin ist Dienstags abends Regatta für die großen Disckschiffe. Dabei finden sich 8 Startgruppen, die jeweils in One Design Feldern segeln. Tobi landet auf einer J105, Eike und ich auch einer C&R 34, einem 80er Jahre 3/4 Tonner. In unserer Gruppe sind 11 identische Boote am Start. Unser Taktiker ist 80 (!), segelt seit 75 Jahren, die anderen sind nur wenig jünger. Trotzdem haben die Damen und Herren einen unheimlich aggresiven Stil und einen sehr heißen Start. An der Luvtonne kommen wir als 2. Boot raus, nach einer 3 Runden Regatta enden wir als 3., die Details erspare ich euch mal. Nur soviel: Eine große Genua macht viel Arbeit und das Niveau ist unglaublich hoch hier! Am Ende kommt heraus, dass der Eigner lange Clubpräsident war, und so sind wir zum Dinner am besten Tisch im Club geladen. Es folgt ein sehr netter Abend mit unseren neuen Freunden. 
 
Mittwoch, 4.9.13
Heute geht es zum Sightseeing und Lebensmittel kaufen in die Stadt. Wir laufen ein wenig durch Toronto und suchen nach Sehenswürdigkeiten. Wir finden den für lange Zeit höchsten Fernsehturm der Welt (556m) (Der Turm ist übrigens mit LEDs bedeckt und liefert während ich diese Zeilen schreibe eine Phantastische Lightshow!) und einige alte Züge und Dampflokomotiven. Die Inseln um den Segelclub herum bieten dagegen tolle Natur und Strände. Es goibt sogar "Airport Island" mit seinem Flughafen, dessen Flugzeuge immer über das Regattafeld einfliegen. Ansonsten ist Toronto eine typische, etwas gesichtslose Nordamerikanische Stadt. Wir kehren schließlich nach erfolgreichem Einkauf in einem Asiatischen Supermarkt in den CLub zurück, denn Mittwochs abends trifft sich die Matchracegruppe, um ihre Rennen auszutragen. 
Wir suchen ein wenig und treffen dann auf Steve, der eigentlich Stefan Rudolf Alfred heißt, und der Gruppe angehört, aber kein Wort Deutsch spricht. Die Boote gehören dem Club, sind etwa 7m lang und werden zu dritt gesegelt. Da gute 5 Windstärken sind und keiner von uns dreien viel Matchraceerfahrung mitbringt, bekommen Eike und ich Dirk als Steuermann und Tobi geht als Bowman auf ein anderes Boot. Dirk ist ca. mitte 20, hat ein Shirt mit "National Match Racing Team Canada" an und versteht sein Handwerk. Ich würde seine Fähigkeiten als Beeindruckend einschätzen. Eike ist vorne und ich in der Mitte. Die anderen Crews wissen auch sehr genau, was sie tun und so entwickelt sich eine unheimnlich spannende Rennserie. Es sind kurze Kurse, viel Wind agile Boote und hochkarätige Segler (und wir) am Start. Am Ende stehen für uns 2 Siege und ein Unentschieden auf dem Konto, was wohl eher an Dirks Steuerkünsten als an unseren Künsten vorne liegt. Obwohl er ein paar lobende Worte für uns findet. Dirks Vater ist übrigens einer der erfolgreichsten Kanadischen Segler aller Zeiten, wie wir später gesteckt bekommen. 
Am Ende lädt uns die Matchracegang auf Bier und Burger ein und wir diskutieren Segelabenteuer... (Damals in Sydney....) 
Anschließend treffen noch auf den Rest eines Meetings der Kanadischen 14s, die auch schon in fröhlicher Stimmung sind (Daran anschließend schreibe ich übrigens diesen Text, also verzeiht mir eventuelle Rechtschrteibfehler!) 
 
Bis jetzt hat Kanada mein Herz im Sturm erobert, ich habe noch nirgendwo so viele so offene und freundliche Leute auf einem Haufen gesehen. Der CLub ist absolut beeindruckend, es sind jetzt schon viele Freunde hier und wir freuen uns auf die nächsten Wochen. Es sieht jetzt schon nach einem fantastischen Event aus. Wenn doch n ur die Boote endlich da wären....
 
Bald mehr von mir!
 
Gruß
Jan-Martin
 
PS: Anghängt ist ein Bild, wie es aussieht, wenn ich den Kopf vom Laptop ein wenig nach rechts wende :-)

 

 

Hier gehts zum zur Website von Arendsee´r Regattaverein. Für alle die die Regatta verfolgen wollen!

Für alle Ergebnis Interessierten, hier das offizielle Endergebnis unseres diesjährigen Inselcups:

Ergebnisse der H-Jollen Rangliste

Gesamtergebnisliste

 

 

Ansegeln auf der Dove-Elbe bei der BSV


Bei der SGMD (Seglergemeinschaft Moorfleet-Doveelbe), und der BSV (Baltische Seglervereinigung Hamburg) fand am Samstag 14.April 2012 das Kranen der Kielschiffe zurück in ihr Element – das Wasser statt. Gleichzeitig sollte bei der BSV die Eröffnung der Saison mit dem traditionellen „Ansegeln“ beginnen.

Um 13:00 Uhr fand das Hissen der BSV-Flagge für die Saison 2012 statt, was mit einem Schluck „Sakuska“ begossen wurde.

Dann warteten alle sehnsüchtig auf den angesagten Wind von 5 Knoten, aber es konnte sich keine so richtige konstante Brise entwickeln, so das am Samstag keine Wettfahrt zu stande kam. Statt dessen nutzten noch einige Segler die Verschiebung für die eine oder andere Bastelarbeit, welche über den Winter nicht fertig geworden ist. Andere betätigten sich fleissig damit, die Zutaten für das am Abend geplante Raclettessen kleinzuschneiden und vorzubereiten, welches gegen 19:00 Uhr mit 10 Raclettgeräten eröffnet wurde.

Weiterlesen: Ansegeln 2012

Nun war es endlich soweit, Freitag, 5. August 2011, das Highlight der Segelsaison bei der BSV in Hamburg an der Dove-Elbe – der INSELCUP begann. Gemeldet hatten 37 Boote, davon 12 H-Jollen für eine Rangliste. Zwei H-Jollen wurden von Seglerinnen gesteuert. Die Gäste kamen vom Steinhuder Meer, Arendsee (Altmark), Plöner See, Berlin und die weiteste Anreise hatte eine Crew aus Ludwigshafen. Im Laufe des Abends kamen immer mehr Segler mit ihren Booten auf das Gelände, bauten ihre Boote auf und tranken einen Begrüßungsschluck auf das Wiedersehen. Für den kleinen Hunger gab es traditionell Hotdogs. Da es ein lauer Sommerabend war, saßen viele Segler noch bis nach Mitternacht auf dem „Vordeck“ unseres „Bull’n“ (Clubhaus) im Klönschnack vertieft bei kühlen Getränken. Dieser Platz hat zurzeit ein gewisses Südsee-Flair durch den extra für die Samstag stattfindende Piraten-Party aufgeschütteten feinen Sand.

Weiterlesen: Inselcup am 6./7.August 2011

Schnelle Läufe und gute Platzierungen:

Unsere Ranglisten Crews sind fleißig unterwegs, ob Kieler Woche, Pfingstbusch, oder Müggesee. BSV-Segler sind überall auf den Meldelisten zu finden. Teilweise werden sie schon als Geheimfavoriten gehandelt und in der ortsansässigen Presse groß angekündigt. Und das schönste ist, sie werden ihrem Ruf auch gerecht. Hier eine Pressemitteilung vom Arendsee.

 

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